Kunsttherapie Christina Buss

20.11.2014
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Ich weiß, dass die Anlässe zu einer Therapie unterschiedlich sind, mal sind es ärztliche Diagnosen, aber oft auch (nur) das Gefühl, festzustecken, hilflos und ausgeliefert zu sein und sich an alten Mustern abzuarbeiten. Natürlich hat jeder das Recht, sein Problem behalten zu dürfen, aber ich mag den Leitsatz „Love it, leave it or change it.“ und nehme ihn oft zum Anlass, das eigene Lebensgefühl einmal zu überprüfen. Kunsttherapie im Sinne der „Zukunftswerkstatt“ versteht sich vor allem als Beziehungsarbeit. Dies umso mehr, weil Leiden oftmals entweder aus Mangel an Beziehungen oder schlechten Beziehungserfahrungen entstehen konnte. Hier kann der Boden geschaffen werden, auf dem Begegnungen neu gelebt und erfahren werden können. Diesem Verständnis zufolge ist Kunsttherapie nicht defizitorientiert, sondern fokussiert auf die Ressourcen und das Potenzial, das in jedem Menschen steckt. Und dementsprechend bedeutet Gesundheit für mich nicht die Abwesenheit von Krankheit, sondern meint ein Leben, das gekennzeichnet ist von Autonomie, Selbstliebe und Achtsamkeit. Darauf aufbauend kann sich der Mensch in ausgewogener Balance zwischen Ich und Du, zwischen Mein und Unser und zwischen Gestern und Morgen entwickeln.
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