Grey Hat SEO - Die 5 häufigsten Methoden

Grey Hat SEO - Die 5 häufigsten Methoden

Grey-Hat-SEO ist, wie im vorherigen Artikel schon beschrieben, die sogenannte Grauzone der SEO-Methoden. Es grenzt sich von Black-Hat-SEO dadurch ab, dass die Webmaster-Richtlinien nach wie vor befolgt werden, aber etwas gebeugt. Und es werden Techniken angewandt, die es erlauben, Lücken in den Algorithmen der Suchmaschinen für den eigenen Vorteil zu nutzen.

Wir haben uns gängige SEO-Methoden angesehen und Dir die 5 häufigsten Methoden, die als Grey-Hat-SEO bezeichnet werden können, zusammengefasst.   

  1. Keyword-Optimierung –
    Einen nützlichen Blogartikel für Deine Kund:innen zu schreiben ist absolut legitim und würde unter White-Hat-SEO fallen. Wenn diese Blogartikel aber gezielt auf einige wenige Keywords optimiert werden, kommen wir in die Grauzone. Hier braucht es Augenmaß und die Intention, tatsächlich brauchbaren Content zu erstellen, um nicht ins Keyword-Stuffing und damit in die Black-Hat-SEO zu fallen. Ein Tipp von uns: Keyword-Optimierung ja, solange der Content relevant und lesbar bleibt. Am Ende des Tages braucht es bei derart hoher Konkurrenz eben auch leicht auffindbaren Content und Keywords sind der entscheidende Faktor dabei. 
  2. Gastartikel –
    bei weniger relevanten Seiten. Auch hier gilt wieder – ein Blogartikel, der für Deine Zielgruppe relevant ist, ist immer ein gutes Tool. Wenn Du einen Gastartikel für einen Blog schreibst, der sowieso Deine Zielgruppe anspricht, hast Du alles richtig gemacht. Grey-Hat-SEO wird es dann, wenn Du Gastartikel mit do-follow Links für allgemeine Blogs erstellst. Dort kannst Du natürlich auch Deine Zielgruppe antreffen, oft sind es aber eben nur Seiten, um Linkjuice zu beziehen. Black-Hat wäre ganz klar, wenn Du auf einem großen Blog zu Kindermode plötzlich einen Gastartikel zu Scheidungsrecht erstellst. Die Überschneidung der Zielgruppen ist möglich, aber nur bedingt wahrscheinlich.
  3. Linkkauf mit do-follow –
    Wer in einem Webverzeichnis Links kauft, bekommt oft do-follow Links, obwohl nicht ganz klar ist, ob es den Webmaster-Richtlinien entspricht. Wenn dort Informationen über Dein Unternehmen hinterlegt sind und die Seite auch Überkategorien bietet, sind wir im Grey-Hat-SEO. Hier gilt auch wieder: Wenn es für Deine Zielgruppe nützlich ist, kannst Du es guten Gewissens machen, solange die Webmaster-Richtlinien dies nicht dezidiert verbieten.   Anders ist es bei Linkkäufen in der Black-Hat-SEO.  Dort sind Linkkäufe über Linkfarmen gemeint. Diese bieten meist keinerlei Mehrwert oder Informationen zu Deinem Unternehmen. Es handelt sich um Seiten, die ausschließlich aus Links bestehen und nur dazu da sind, damit Du externe Backlinks hast. Davon solltest Du die Finger lassen, da der Algorithmus schnell versteht, dass es keinen Mehrwert gibt.
  4. Automatisierter Content – 
    Dabei nutzt man eine Software oder Plug-Ins, um in regelmäßigen Abständen neuen Content auf die Website zu bekommen, zum Beispiel indem man einen Newsfeed zum eigenen Thema implementiert. Ja, Deine Kund:innen können von den Infos profitieren, aber wenn Du keine Newsseite bist, nutzt Du es eher, um Deine Seite relevant zu halten und Google zu zeigen, dass Du immer neuen Content hast. Im besten Fall sind die Inhalte kuratiert, damit nicht jede Meldung, die Deine Keywords enthält, gepostet wird. Dies ist vor allem zu Beginn oder bei Seiten, die unter hohem Konkurrenzdruck stehen (Mode, Immobilien, etc.), ein hilfreiches Tool und verstößt bisher nicht gegen Webmaster-Richtlinien.
  5. Alte / ungenutzte Domains  Zugegeben –
    es verstößt nicht gegen die Webmaster-Richtlinien, aber es ist ein Spiel mit dem Feuer. Alte Domains haben oft brauchbare Rankings bzw. haben höhere Autoritäten, da die Domains älter sind (mehr dazu hier). Es steht auch jedem frei, Domains zu kaufen, die nicht mehr verwendet werden. Wenn Du dann die dortigen Inhalte auf Deiner Seite verlinkst oder hier und da ein paar Deiner Links einbaust, sind wir im Graubereich. Das alles kann aber ganz schnell schiefgehen, wenn die gekaufte Domain von Suchmaschinen als problematisch markiert wurde oder sehr schlechte Rankings hat. Dann überträgt sich dies auch auf Deine Seite und kann das Gegenteil von dem, was Du eigentlich wolltest, auslösen.

Du siehst also: Grey-Hat-SEO ist bei steigendem Konkurrenzdruck ein weit verbreitetes Mittel. Hier hilft es, sich an Profis zu wenden, die die Änderungen der Webmaster-Richtlinien oder Upgrades von Algorithmen im Blick haben, damit Du nicht unabsichtlich mit Black-Hat-SEO konfrontiert bist.